K√ľnstlerbund Stuttgart


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ab März 2021 - virtuelle Ausstellung von Mitgliedern des Künstlerbundes Stuttgart e. V.

"aus der Zeit gefallen" 

Künstlerisches Schaffen macht keine Pause. Manche Künstler beschäftigen sich mit ihrer Malerei, Fotografie oder mit Plastiken, um das, was sie umgibt zu verstehen, zu verarbeiten. Andere tun es, indem sie versuchen, ihren ganz normalen Alltag aufrechtzuerhalten und sich ihrem künstlerischen Schaffen zuzuwenden, um Halt zu finden in diesen verrückten Zeiten. Jeder geht damit anders um, drückt sich anders aus. Aber allen ist gemein, dass sie eine Konstante suchen - und ein Ventil. Manche beschäftigen sich aktiv damit, was Einschränkungen mit unserer Gesellschaft machen, was Angst und Unsicherheit in uns auslösen und wie gesellschaftliche Stabilität ins Wanken geraten kann, indem uns ein kleines Virus spiegelt und aushebelt. Andere kämpfen dagegen an, die Künstler allgemein nicht zu vernachlässigen, nicht auf hintere Plätze verschoben zu werden ... und wieder andere hatten schon zu Beginn der Pandemie verloren, da ihre Ausstellungen abgesagt wurden, bei denen sie ihre neuesten Entwicklungen zeigen wollten ...

So haben wir daran gearbeitet, allen unseren Künstler*innen eine Plattform zu bieten. Diese ergänzende Alternative, an Kunst teilzuhaben, wird auch in Zukunft nicht mehr verschwinden. Wir hoffen, dass sie nur eine von vielen Möglichkeiten sein wird, Kunst zu genießen, sich inspirieren zu lassen und ja, auch Kunst zu kaufen, seinen eigenen Alltag damit zu bereichern. Bitte machen Sie regen Gebrauch davon.
23 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke: Auseinandersetzungen mit dem Geschehen, das uns seit letztem Jahr im Bann hält oder auch einfach nur Träumereien für eine unbeschwertere Zukunft. Fühlen Sie sich nicht auch wie "aus der Zeit gefallen"?

 

Virtuelle Ausstellung von Mitgliedern des Künstlerbundes Stuttgart e. V. unter folgendem Link:
https://artspaces.kunstmatrix.com/de/exhibition/4537960/aus-der-zeit-gefallen


 

ab 26. Juli 2020 bis zur zeitweiligen Schließung am 31. Oktober 2020 im Kunstgebäude

"WIR. ECHT. HIER." 

Corona hat uns allen gezeigt, dass unser gewohntes Leben ganz schnell aus den Fugen geraten kann. Nichts war/ist mehr, wie wir es gewohnt waren und immer noch dauern Sicherheitsmaßnahmen an, Veranstaltungen sind nicht möglich ... und das wird uns auch noch eine Zeit lang begleiten. Die Künstler hat dieser Lockdown ganz besonders betroffen - für viele hängt ihr Lebensunterhalt davon ab, dass sie ihre Kunst leben und zeigen dürfen - egal in welchem Genre. Auch im Café Künstlerbund mussten viele geplante Ausstellungen abgesagt werden, Vernisssagen konnten nicht gefeiert werden, Bilder konnten nicht betrachtet werden ... Nun endlich melden wir uns zurück - ein letztes Mal kurz vor der vorübergehenden Schließung des Kunstgebäudes am 31. Oktober 2020, das dann durch das Land aufwändig restauriert und renoviert wird. Und es wird schön werden!
Ganz spontan haben sich 21 Künstler*innen zusammengefunden, um im alten Kunstgebäude auszustellen. Jeder Künstler/jeder Künstlerin zeigt nur ein Werk - kreative Vielfältigkeit garantiert! - und es wird aus besagtem Grunde auch keine Vernissage geben. Aber bitte besuchen Sie uns! Genießen Sie spielerische Landschaften, skurrile Kreaturen, gesellschaftskritische Objekte zum Nachdenken, Bilder mit einem Augenzwinkern, Bilder zum Träumen, zum Schmunzeln, zum Versinken, Entdecken und Wiedererkennen - einfach aus dem Alltag raus und gute Kunst genießen!

Es sind dabei: Lilian Amann, Richard Böhmer, Eveline Evers, Peter Geisselmeier, Antonia Haug, Ute Kunze, Karin Lämmle, Uwe Leonhardt, Polina Maykova, Karlheinz Möller, Marion Möller, Martina Möser, Bernd Mückenhaupt, Anne Münzel, Stephanie Naglschmid, Patricia Otte, Brigitte Pidde, Gudrun Renner, Monika Roth, Isabell von Wedel und Matthias Wunsch. Voilá!

Besichtigung der Ausstellung im Café Künstlerbund unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen.
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

wegen Corona ausgefallen !

"gefühlt gedacht gemalt" 

Karlheinz Möller stammt aus Detmold in Westfalen und blickt bereits auf eine lange Karriere als Künstler zurück. 1941 geboren, lernte er den Beruf des Schriftsetzers und absolvierte dann ein Grafik- und Designstudium an der Werkkunstschule Bielefeld. Mit seiner Frau und den beiden Söhnen kam er 1969 nach Böblingen und arbeitete dort in einem großen Verlag. Seit den achtziger Jahren beschäftigte er sich intensiv mit künstlerischen Techniken, lernte und malte bei Hans Bäurle in Altdorf, Hans Borsdorff in Reusten und Hans Köhler in Stuttgart. Den sich massiv ändernden Bedingungen im grafischen Gewerbe stellte er seit Beginn der 90er Jahre seine Kunst entgegen. Karlheinz Möller malt vorwiegend in Aquarell, selten macht er einen Ausflug auf die Leinwand mit Acrylfarben. Seine Bilder sind so ganz anders als das althergebrachte Aquarell mit seinen duftig weichen Verläufen in Blütenmeeren und landschaftlichen Szenerien. Möllers Bilder sind frisch, leuchtend und vorwitzig, schlagen der tradierten Form nicht selten ein schwungvolles Schnippchen und lassen den Betrachter staunen über die pralle Lebendigkeit und Lust am Leben. In den Vordergrund getreten ist bei ihm in letzter Zeit eine ganz eigene schöpferische Freude und spielerische Leichtigkeit, die seine Bilder wie ein roter Faden durchzieht. Inzwischen ist das grafische Gewerbe weit in den Hintergrund getreten. Märchen, Geschichten, Musik, Theater und wahre Begebenheiten, die ihn zum Malen reizen, haben den Platz eingenommen. Die überbordende Schaffensfreude, die Lust am Fabulieren und die fantasievolle Kraft lassen den Betrachter staunen und immer wieder Neues in den Bildern von Karlheinz Möller entdecken.
Außerdem experimentiert er gern mit verschiedenen Materialien und erweitert dadurch seine Ausdrucksmöglichkeiten, wie zum Beispiel Achatscheiben, die er integriert und zum edlen Mittelpunkt werden, Gedichte und Wortspielereien, die er in seinen Bildern verarbeitet und illustriert oder auch das Malen auf Schieferplatten - seinem künstlerischen Geist sind keine Grenzen gesetzt.
 Lassen Sie sich von der schier unerschöpflichen Mannigfaltigkeit seiner Figuren, Formen und Farben verzaubern und mit auf Fantasiereisen nehmen, die immer wieder Überraschungen bereithalten.

Marion Möller, 1963 geboren, stammt aus Sachsen. Schon früh war klar, dass ihr Arbeitsleben etwas mit gestalterischem und künstlerischem Schaffen und mit Design zu tun haben muss. Sie studierte Textildesign und arbeitete lange Jahre in diesem Beruf, bevor es sie 1990 ins Schwabenländle verschlug. In Stuttgart arbeitete sie dann nach erfolgreichem Abschluss eines Grafikdesign-Studiums in verschiedenen Agenturen. Die Liebe zur Kunst war u. a. immer ein Quell der Kraft und Inspiration, weshalb sie beim Besuch einer Ausstellung ihren späteren Mann kennenlernte und dadurch die Schwiegertochter von Karlheinz Möller wurde. Nach der Geburt des dritten Sohnes widmete sie sich intensiv der Kunst. Es folgten über die Jahre hinweg Studien der Malerei, ob Landschaft, Akt oder Porträt, Kurse in Sumi-e, Zeichnen, Komposition, Keramik oder Drucktechniken bei verschiedenen Künstlerpersönlich-
keiten. Anfangs nur zum Festhalten von Inspirationen aus der Natur gedacht, ent-
wickelte sich die künstlerische Fotografie bei Marion Möller zu einem eigenen, starken Ausdrucksmittel. Ihre Interessen sind weit gefächert - doch führen alle Exkurse in andere Kunstgattungen zur Stärkung ihrer eigenen Wahrnehmung und der primären Ausdrucksweise in ihren Werken. Meist prägen die Einflüsse von Wind und Wetter, Licht, Tages- und Jahreszeit, 
aber auch Gedichte oder Musik, ihre Empfin-
dung von Natur. Sie malt vorrangig abstrakt auf Leinwand oder Holz, kombiniert Malerei mit Zeichnung, Acryl mit Tusche, Lack, Kohle oder auch Öl. In ihren viel-
schichtigen Arbeiten geht es Marion Möller oft um die Themen Linie, Licht und Re-
duktion in all ihren Spielarten. Mehrere übereinander liegende Schichten erweitern die Bilder in eine räumliche Dimension. Oft ist eine landschaftliche Assoziation er-
kennbar - Abbild oder Allegorie? Marion Möllers Bilder ermutigen zur Offenheit des Betrachters, denn das vordergründig Gesehene tritt in Kontakt mit dem inneren Erleben, bringt in Schwingung, was schon da ist. 
Seit 2015 ist sie selbständige Grafikdesignerin und freischaffende Künstlerin und war auch als Dozentin für Kinderkunstkurse tätig. Das Bauchgefühl und der aufmerksame Blick auf Natur, Menschen und Umgebung fließen in die Arbeit als Grafikdesignerin genauso ein, wie die konzeptionell ordnende, hinterfragende und zielorientiere Herangehensweise das künstlerische Schaffen beeinflusst.

 


 

9. März bis 2. April 2020 im Rathaus Stuttgart

"Amerika" 

Anlässlich der Städteparterschaft Stuttgart - St. Louis, Missouri präsentieren 36 unserer Mitglieder je ein Werk zum Thema "Amerika". 

Die hier im Stuttgarter Rathaus gezeigte Ausstellung zum Thema „Amerika“ wurde von mehreren Mitgliedern unterschiedlichster Kunstrichtungen des Stuttgarter Künstlerbundes konzipiert.
Wir sind der älteste Künstlerbund Deutschlands: Er wurde 1898 mit dem Ziel gegründet, den Künstlern eine Plattform für Ausstellungen und Austausch zu bieten. An der Stelle des 1902 niedergebrannten Hoftheaters wurde zwischen 1909 und 1913 ein großes Ausstellungshaus, das heutige Kunstgebäude am Schloßplatz 2, für den Stuttgarter Künstlerbund errichtet. König Wilhelm II. beauftragte den damals in Stuttgart umstrittenen Architekturprofessor Theodor Fischer (1862-1938) mit dem Bau. Fischer entwarf ein Gebäude, das er durch eine italienisch anmutende Bogenhalle und eine aufragende Kuppel dem Ensemble des Schloßplatzes einfügte. An der Ausstattung der Innenräume waren auch zahlreiche Stuttgarter Künstler beteiligt. Im März 1913 wurde der Museumsbau mit einer „Großen deutschen Kunstausstellung" eröffnet. 
Auch heute noch haben wir im Kunstgebäude unsere Räumlichkeiten und Ausstellungsflächen. In unserem Verein sind derzeit rund 140 Mitglieder unterschiedlichster Kunstgattungen organisiert. Neben der Malerei in vielfältiger Ausführung, wie abstrakt, realistisch oder Mischformen, vertreten wir natürlich auch Künstler*innen, die sich mit Fotografie beschäftigen, mit Drucktechniken oder mit Keramik, aber auch Künstler*innen der Sparten Wortkunst, Pantomime, Bildhauerei oder Musiker.
Wir führen ein aktives Vereinsleben mit regelmäßigen Treffen und Feiern, vor allem aber mit Ausstellungen unserer Mitglieder und befreundeter Künstlervereinigungen und auch mit der Veranstaltungsreihe "Kultur am Sonntag", die in den Wintermonaten besondere Highlights, wie Lesungen, musikalische Auftritte nationler und internationaler Künstler*innen oder Tanzperformances in unserem Café Künstlerbund anbietet.

Vernissage am Mittwoch, den 11. März 2020, 17 Uhr
im Rathaus Stuttgart, Ebene 2
 

Öffnungszeiten des Rathauses:
Mo. - Fr. 8.00 - 18.00 Uhr in der Ebene 2
Anfahrt:
Marktplatz 1, 40173 Stuttgart
U-Bahn Halteselle Rathaus, oder mit dem Auto in die Rathausgarage
 

 

1. März bis 18. April 2020 im Kunstgebäude

"RETROSPEKTIVE" 

Professor Hans K. Schlegel stammt aus Bad Wildbad, wo er 1923 geboren wurde. Nach der Realschule startete er mit einer Malerlehre ins Berufsleben. Doch bereits da zeigten sich seine künstlerischen und gestalterischen Ambitionen und er erarbeitete Farbkonzeptionen für Bauwerke oder konzipierte Bühnengestaltungen für Theateraufführungen, weil er mittlerweile einem Atelier in einem großen Malerunternehmen angehörte.
Der Zweite Weltkrieg ging natürlich an Hans Schlegel nicht spurlos vorrüber: 1942 zum Militärdienst eingezogen, musste er unter anderem in der Ukraine seinen Dienst leisten, wurde verwundet und geriet schließlich in französische Kriegsgefangenschaft. Ab 1948 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart angewandte und freie Malerei bei namhaften Professoren, unter ihnen auch Willy Baumeister. Nach einem Zusatzstudium am Berufspädagogischen Institut in Stuttgart begann er 1954 seine Lehrtätigkeit. 1978 wurde er an der Fachhochschule für Druck in Stuttgart zum Professor berufen. Später lehrte er zudem an der Fachhochschule der Medien in Stuttgart.
Hans K. Schlegel lebt seit Jahrzehnten in Stuttgart und war und ist mit dem Wirken des Verbandes Bildender Künstler und Künstlerinnen Baden-Württemberg (VBKW) intensiv verbunden, wo er fast 60 Jahre lang regelmäßig Seminare zur Weiterbildung der Künstlerinnen und Künstler leitete. Dabei lag sein Augenmerk immer auf der Verbindung neuer Ideen mit der Aktualisierung der fortschreitenden Techniken und der Auseinandersetzung mit modernen Werkstoffen. Als Ehrenmitglied dieses Verbands sowie des Deutschen Farbenzentrums erfuhr er hohe Anerkennung für sein Schaffen und wurde deshalb mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 
"Hans K. Schlegel ist ein Künstler, der stets im Blick hat, dass Kunst nicht nur um sich selbst kreisen darf, sondern die Menschen mitnehmen muss", so der Journalist Armin Scharf 2013 im "Malerblatt", anlässlich des 90. Geburtstages von Hans K. Schlegel. "Die Menschen mitnehmen" bedeutet, dass man die Werke, die man schafft oder interpretiert, für andere verständlich machen muss. Konsequent ist das Wandbild eines seiner wichtigsten Ausdrucksmittel, das unmittelbar in die Öffentlichkeit strahlt, so Scharf weiter. Schlegel, ..., pendelt stets zwischen freier und angewandter Kunst, arbeitet an der Staffelei genauso wie an der Fassade, interpretiert historische und neue Architektur mit den Mitteln der Farbe, legte Generationen von Malermeistern mehr Bewusstsein für die Farbe ans Herz und brachte später Studenten mit Chemie-Orientierung bei, dass Farbe mehr ist als nur ein Material, das aus den Labors in die Welt gelangt. Umgekehrt vermittelt er Künstlern bis heute, dass es auch auf die technische Umsetzung von Ideen ankommt, soll die Kunst wirken.
Zitat Ende.
Bis heute betreibt Hans K. Schlegel aktiv die Serigrafie (künstlerischer Siebdruck), die für ihn eine der wichtigsten Formen ist, seine Themen und Anliegen zu verarbeiten und mit viel Wissen und Gespür künstlerischen Ausdruck zu verleihen.

"Alt ist man erst, wenn man nicht mehr arbeiten kann!" Dieser Satz stammt von Hans K. Schlegel. Das war und ist sein Credo - beachtlich, wenn man bedenkt, dass er in tatkräftiger Vorbereitung dieser Ausstellung seinen 98sten Geburtstag feiert!

Vernissage am Mittwoch, den 4. März 2020, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

19. Januar bis 29. Februar 2020 im Kunstgebäude

"individuell und stimmig" 

24 Künstlerinnen und Künstler des Kunstvereins Herrenberg e. V. stellen im Rahmen der partnerschaftlichen Beziehungen unserer zwei Künstlervereinigungen im Café Künstlerbund aus, nachdem unsere Mitgleider im Frühjahr 2019 in der Herrenberger Galerie zu Gast waren. Der Herrenberger Kunstverein wurde 2002 ins Leben gerufen. Ziel ist, durch intensives, kreatives und gemeinschaftliches Arbeiten sowie regen Austausch unter den KünstlerInnen eine neue künstlerische Plattform für zeitgenössische Kunst in der Stadt zu etablieren und damit das kulturelle Angebot zu erweitern und zu bereichern. Bereits seit dem Gründungsjahr gibt es kontinuierlich die Jahresausstellung des Kunstvereins in den Räumen der Galerie der Stadt Herrenberg, bei der jedes Mitglied die Chance hat, seine Werke zu einem festgelegten Thema zu präsentieren. Diese Ausstellung unterliegt einer externen Jurierung. Daneben gibt es noch andere, nicht jurierte Ausstellungsmöglichkeiten an verschiedenen Orten Herrenbergs und in der Umgebung.
Der Verein hat mittlerweile ca. 70 Mitglieder und macht sich durch
 Aktionen und Ausstellungen weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen. Die Mitglieder des Vereins kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunst, wie der Malerei, Bildhauerei, Grafik, Holz-, Kunststoff- und  Keramikbearbeitung und finden u. a. bei Workshops, Besichtigungen und regelmäßigen Künstlergesprächen/Stammtischen neue Inspirationen. Ihre Begeisterung, Neugierde, Gestaltungs- und Experimentierlust, ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen sowie die Freude am gegenseitigen Austausch zeichnen diesen aktiven Kunstverein im besonderen Maße aus.

Vernissage am Mittwoch, den 22. Januar 2020, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

2019

 

15. Dezember 2019 bis 18. Januar 2020 im Kunstgebäude

"ttt --- Typen treffen Triptychen" 

Wolfgang Bartsch entdeckte die Malerei für sich, um eine Entspannung neben dem stressigen Beruf zu finden. Mit der Beschäftigung mit Formen und Farben, mit der Suche nach Motiven ergab sich ganz von selbst eine Erweiterung des Blickwinkels, ein anderes Sehen. Alltägliche Situationen erlebt er fortan intensiver und kommt durch das Zeichnen zu ganz neuen Möglichkeiten. Dabei ist er weitestgehend Autodidakt, betreibt seine Kunst ganz ungebunden. Ohne die Anlehnung an Trends entwickelt er sich künstlerisch weiter und hat Freude an gegenständlichen Bildern, die sich heiter und ironisch mit der Gesellschaft, mit Menschen seiner Umgebung und mit Porträts befassen. Seine Medien sind Tempera und Ölpastellkreiden, jedoch fertigt er auch Zeichnungen in Tusche oder mit Bleistift und Buntstiften an. Ein geschenkter Lindenholzklotz brachte Wolfgang Bartsch zum Schnitzen und er versucht sich an ersten Figuren. Bald schon erweitert er sein Repertoire enorm und schnitzt Tiere, Menschen, Gebäude und Maschinen realitätsnah. Er sagt: "Die Figur ist im Block schon enthalten, man muss sie nur freilegen, wissen, was überflüssig ist, vorsichtig die Essenz herausschälen, sich behutsam herantasten - denn was weg ist, ist weg.".

Ulla Haug-Rössler verdankt ihr künstlerisches Schaffen eigentlich ihrer Arbeit bei einer afrikanischen Fluggesellschft. Durch die vielen Eindrücke bei Auslandsreisen wuchs ihr Interesse und der Blick auf Kultur und Kunst und so beschloss sie, sich gänzlich der freien Kunst zu widmen.Sie studierte an der Europäischen Kunstakademie, an der freien kunstschule Augsburg und an der Kolping Kunstschule Stuttgart. Zentrales Thema im Werk von UHR, wie sie sich nennt, ist der Mensch in seinem Umfeld, sowohl als Individuum als auch als soziales Wesen, und der Vergänglichkeit seiner Existenz. Dabei schöpft sie aus einem großen Fundus an gestalterischen Mitteln und Ausdrucksformen, wie z. B. der Kalligraphie, Malerei, Collage, Holzschnitt oder Plastik. Allen ihren Arbeiten ist gemein, dass sie eine Botschaft übermitteln. Die Künstlerin beschäftigt sich in einer Tiefe mit dem jeweiligen Thema ihrer Arbeiten, dass es ihr möglich ist, alte, prähistorische Formen menschlichen Ausdrucks neu und lebendig zu interpretieren und dabei zu einer Kernaussage im künstlerischen Schaffen zu gelangen: In unserer ruhelosen Zeit in der Kunst den Raum für Transzendenz und Zeiterfahrung zu begreifen und dadurch Ruhe und Essenz zu erfahren. 

Vernissage am Mittwoch, den 18. Dezember 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

20. Oktober bis 16. November 2019 im Kunstgebäude

"Korrespondenzen" 

Gwendolyn Kleemann und Oliver Wendel sind gute Freunde und seit sie sich kennen, diskutieren sie und tauschen sich über ihre Projekte aus. Aus der Lust, etwas gemeinsam zu erschaffen, sich gegenseitig herauszufordern und zu inspirieren, entstand ihr Projekt Korrespondenzen. So senden sie sich Postkarten mit Hinweisen auf ihre Werke und der jeweils andere reagiert mit einem eigenen Werk auf diese Inspiration. Die Mitteilungen sind sehr unterschiedlich: Eine Skizze, ein Text, manchmal nur ein Wort, ein kleines Bild oder auch eine CD mit einem Song. Interessant ist, wie die Künstler mit dem Input des anderen umgehen, welche Ideen sie wie umsetzen. Jeder empfängt Botschaften auf der Ebene, auf der er sich gerade befindet und assoziiert/reagiert aus seiner Stimmung heraus. Die Zeit, die jeder hat, um sein nächstes Werk zu erstellen, ist unbegrenzt.
Oliver Wendel probiert im Rahmen dieses Projektes viele verschiedene Techniken und Genre aus, z. B. Aufnahmen mit einer Drohne, Unterwasserfotografie, Aktfotografie usw. Dabei geht er planend vor, um das Bild, das er oft schon spontan im Kopf hat, auf ein Foto zu bannen. 
Gwendolyn Kleemann malt in bunten, teils grellen Farben, zeichnet, schneidet, klebt darüber und darunter, brennt Bildteile heraus und manchmal entsteht dabei nicht nur ein Bild als Antwort auf die Postkarte. Sie schafft mitunter ganze Serien, inspiriert durch diese eine Postkarte. Ihre Arbeitsweise ist spontan und assoziativ.
Die unterschiedlichen Ausdrucks- und Darstellungsweisen der beiden Künstler verbinden sich zu einer gemeinsamen, fortlaufenden Geschichte. Es ist eine Reise mit poetischen, kraftvollen, erschreckenden, teils provozierenden und lustigen Bildern. Der bisherige Dialog umfasst an die 30 Kunstwerke. Wie wird wohl die Reise weitergehen? 

Vernissage am Mittwoch, den 20. November 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

20. Oktober bis 16. November 2019 im Kunstgebäude

"Wie es euch gefällt" 

Wolfgang Mertzky ist 1939 in Magdeburg geboren, aber bereits seit den 1950er Jahren nach Stuttgart gekommen und war 40 Jahre bei der Fa. Bosch in der Entwicklungswerksatt tätig. Schon früh beschäftigte er sich mit der Fotografie und fortan ließ ihn die Faszination nicht mehr los. Über viele Jahre hinweg fotografierte er bei Festlichkeiten und anderen Veranstaltungen in seiner Gemeinde, machte Sportfotografie und legte sich so ein sehr umfangreiches Archiv an. Akribisch vervollkommnete und steigerte Wolfgang Mertzky seine Fähigkeiten, ging zur digitalen Fotografie über und nutzt auch die Möglichkeiten am PC, ein Motiv noch eindeutiger herauszuarbeiten und seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen. Auch in der künstlerischen Fotografie fand er seine eigene Linie, seine ganz persönliche Inspiration. Immer gelenkt von der Überzeugung und dem Willen, mit Licht zu zeichnen und das, was ihn fasziniert so in Szene zu setzen, dass die Betrachter seiner Werke spüren, worum es ihm geht, Details zu zeigen, die sonst keiner sieht. Auf das Erkennen kommt es an. Ist es Talent, Begabung oder nur Glückssache? Muss man es studieren? Das Sehen des Motivs macht den Fotografen zu dem, der dokumentiert, der porträtiert, der uns hinschauen lehrt, uns aufmerksam werden lässt, und letztlich macht ihn dieses Erkennen zum Künstler. Wolfgang Mertzky wählte für seine Jubiläumsausstellung die Fotos aus, die ihm am meisten bedeuten und die sein beeindruckendes und breitgefächertes Portfolio eindrücklich zeigen.

Vernissage am Mittwoch, den 23. Oktober 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

25. August bis 21. September 2019 im Kunstgebäude

"Die Kunst des Fotografierens" 

Der Stuttgarter Künstlerbund e.V. bietet mit der alljährlichen Sommertrilogie die Möglichkeit, das breite Spektrum der Künstler und Künstlerinnen in drei Gemeinschaftsausstellungen kennenzulernen. Der diesjährige zweite Teil der Trilogie zeigt neueste Arbeiten von 6 Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit Fotografie und Fotokunst beschäftigen. Dabei sind es ganz unterschiedliche Ansätze, die verfolgt werden: Von innovativ neue Techniken ausprobierend, über abstrakte Fotografie, die ein bestimmtes Thema intensiv und facettenreich beleuchtet, über Urbex-Fotografie (Urban Exploration), bei der in sogenannten Lost Places die morbide Schönheit des Verlassenen und Verfallenen aufgespürt wird oder auch neue Interpretationen dessen, womit sich die Künstler schon lange beschäftigen und so, das was sie bewegt, weiter verfolgen und vertiefen. Und manchmal genügt auch einfach nur der etwas andere Blick auf die Welt, die uns umgibt, um Kurioses aufzuspüren und wirkungsvoll in Szene zu setzen.
Richard Böhmer - Ingrid Pohl - Gudrun Renner - Albert Schmider - Silvia Stüven - Martina Wörz

Vernissage am Mittwoch, den 28. August 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

28. Juli bis 24. August 2019 im Kunstgebäude

"Die Kunst des Abstrakten" 

Der Stuttgarter Künstlerbund e.V. bietet mit der alljährlichen Sommertrilogie die Möglichkeit, das breite Spektrum der Künstler und Künstlerinnen in drei Gemeinschaftsausstellungen kennenzulernen. Der diesjährige erste Teil der Trilogie zeigt neueste Arbeiten von 6 Künstlerinnen und Künstlern - von verspielt über emotional und ursprünglich bis hin zu bewegenden Zeitgeist-Themen - die zur Gruppe der abstrakten und gegenstandslosen Kunst gehören. In diesem Falle sind es durchweg Malerinnen und Maler, die ihre Werke präsentieren. Dabei kommen verschiedenste Techniken zum Einsatz: Aquarell-Malerei genauso wie das Arbeiten mit Acryl oder das Experimentieren mit Zusatzstoffen und Collagen. Bei dieser Ausstellung sind zum einen langjährige Mitglieder vertreten, die neue Entwicklungen ihres künstlerischen Schaffens zeigen, aber auch erst vor kurzem aufgenommene Mitglieder des Künstlerbundes, die spannende Bereicherungen bieten.
Antonia Haug - Uwe Leonhardt - Karlheinz Möller - Anne Münzel - Tatjana Orlob - Barbara Wieland

Vernissage am Mittwoch, den 31. Juli 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

30. Juni bis 27. Juli 2019 im Kunstgebäude

"Kunst aus der Akademie: Grund verschoben" 

Mit Shabitha Balaratnam, Stefanie Fleischhauer, Jan Hottmann, Evgenia Kosareva, Claudia Krieger, Maria Leisner, Lloyd Marquart und Roxenna Zimmer sind es in diesem Jahr 8 Studentinnen und Studenten, die an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Freie Kunst studieren und für eine Ausstellung in den Räumen des Künstlerbundes bei der jährlichen Rundgangsausstellung in der Akademie ausgewählt wurden. Die gezeigten Arbeiten spiegeln einen eindrucksvollen Querschnitt des vielfältigen Schaffens der jungen Künstlerpersönlichkeiten. Sie probieren sich aus. Sie spielen mit allen Möglichkeiten und haben teilweise doch auch schon ihren "roten Faden" gefunden. Sie negieren Grenzen und suchen nach neuen Kombinationen, greifen aber auch auf Altbewährtes zurück. Dabei werden verschiedensteTechniken, wie klassische Malerei mit Acryl, Ölfarbe oder Eitempera, Zeichnungen und auch Fotografie angewandt und neu interpretiert. Vor allem setzen sich diese 8 KünstlerInnen mit alltäglichen Dingen, mit der Natur, mit Gegenwart, Vergangenheit und ihrer Herkunft auseinander. Vielfach geprägt durch untensive eigene Erfahrungen steht im Vordergrund, diese Themen philosophisch und auch politisch zu hinterfragen, sie künstlerisch zu interpretieren und den Betrachter zu einer Auseinandersetzung damit zu bewegen.

Vernissage am Mittwoch, den 3. Juli 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

26. Mai bis 29. Juni 2019 im Kunstgebäude

"Oper und Natur" 

Günther Kälberer absolvierte ein Studium der Kunstpädagogik (Grafik und Malerei) an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. In Verbindung mit seiner Tätiglkeit als Kunstlehrer, später Studiendirektor und Fachberater für Bildende Kunst am Oberschulamt Tübingen, hat er eine Vielzahl von kunstpädagogischen Büchern zum Thema "Architektur in der Schule" und "Bauen" veröffentlicht. Stets bemüht, seine eigene Entwicklung voranzutreiben, sich weiterzubilden und seine Kunst zu profilieren, hat er eine Vielzahl von Radierungen, Acrylmalereien und Farbreliefs geschaffen. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Verbindung von Natur und Architektur, lotet das Zusammenwirken dieser zwei Gegnspieler aus, die beide um "Territorium kämpfen". Dabei hat einen ganz eigenen, sehr flächigen Malstil entwickelt, der seine Bildaussage unterstützt. Nach der Pensionierung nahm er eine Lehrtätigkeit an der Volkshochschule Inzigkofen in der Erwachsenenbildung auf und erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch: Er begann ein Studium der Kunstgeschichte in Tübingen und schloss dieses mit der Promotion über mittelalterliche Architektur in Frankreich ab. Sein künstlerisches Werk ist in zahlreichen Ausstellugnen vertreten gewesen. 

Matthias Wunsch entwickelte seinen Malstil vollkommen autodidaktisch - er verbindet eine realistische Darstellungsweise mit romantischen Elementen und wurde durch große Meister der Renaissance bis hin zum Impressionismus beeinflusst. Matthias Wunsch malt seine Bilder hauptsächlich mit wasserlöslicher Tempera auf Karton. Drei Leidenschaften inspirieren den Künstler zu seinen Gemälden: Die klassische Musik, v.a. Opern, Reisen in fremde Länder sowie das Meer, die Schiffe und die Seefahrt.
Für die Komposition seiner Bilder verwendet Matthias Wunsch zahlreiche Quellen. Dafür recherchiert er Kostüme, Texte, die Haartracht, Gebäude, die zur Szenerie passen und malt diese Bilder beim Hören der Musik. Seine Reiseeindrücke von China, Ägypten, Ibiza oder Gran Canaria gibt Matthias Wunsch nach seinen persönlichen Empfindungen und unter Verwendung zahlreicher eigener Fotos in aufwändigen Kompositionen wieder. Dagegen basieren seine Segelschiffsbilder auf Berichten, Erzählungen, teils auch Logbucheinträgen, Plänen und Modellen der entsprechenden Windjammer sowie Recherchen über die dargestellten Küsten und Städte.
In zahlreichen, europaweiten Ausstellungen sind die Gemälde von Matthias Wunsch zu sehen. Ein besonderer Höhepunkt hierbei war die „Opern-Nacht" bei dem Festival „Kultursommer Kittsee“ im gleichnamigen Barockschloss im Burgenland/Österreich. Außerdem wurde Matthias Wunsch im Sommer 2014 zu einer zweiwöchigen Ausstellungstournee auf dem größten traditionellen Segelschiff der Welt, der Viermastbark „Sedov“ (Russland) von deren Eigner, der Universität Murmansk, eingeladen.

Vernissage am Mittwoch, den 29. Mai 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

21. April bis 25. Mai 2019 im Kunstgebäude

"Schöpfung" 

Lilian Amann stammt aus Böhmen und lebt seit über 30 Jahren in Deutschland. Das Grundthema in ihren Bildern ist das Lebewesen, eine Persönlichkeit, ein Mensch. Aus dieser Inspiration schöpft sie unermüdlich ihre Ideen. Als Diplompsychologin ist sie ständig mit der Wechselwirkung zwischen der inneren und äußeren Welt beschäftigt. Das zeigt sich auch in ihren Bildern. Einerseits sind sie sehr lebensnah gemalt, mit vielen Details (Lilian Amann illustriert auch Kinderbücher in tschechischer Sprache) - andererseits sind die Kompositionen der Bildelemente fast irrational und fantastisch. Beim Malen lässt sie ihrem Unterbewusstsein freien Lauf und begibt sich dadurch auf eine innere Entdeckungsreise, erzählt mit dem Pinsel von Kindheit, Alter, von archaischen Bildern und Motiven. Die Vebundenheit der Fantasiewelt mit der Natur ist für sie essentiell. Deshalb benutzt sie gern Symbole in ihren Werken, die den Betrachter tief berühren können, wenn er sich ihnen öffnet und dadurch eine Verbindung vom Gesehenen zu seinen innersten Gefühlen erlebt. Die schöpferische Tätigkeit Lilian Amanns ist für sie eine nonverbale Kommunikation mit dem Kunstwerk und verleiht ihr beim Tun eine harmonisierende Basis für ihr Leben. Sie malt nicht nur Bilder und illustriert Bücher - Lilian Amann beschäftigt sich auch mit Skulpturen und der Schriftstellerei.

"Ich male die Dinge, wie ich sie denke, nicht wie ich sie sehe." Dieses Zitat von Pablo Picasso beschreibt die Entstehungsweise der Arbeiten von Tanja Selten sehr gut. Die Ideen zu ihren Bildern formen sich lange bevor sie Pinsel und Farben in den Händen hält. Sie vereint und kombiniert Fotografie und Malerei. Zwar ist nicht zu übersehen, dass ihre Motive ihren Ursprung in der Natur finden - jedoch sind sie keinesfalls eine bloße Kopie der Natur. Vielmehr entwickeln sich die inneren Bilder über Wochen hinweg, werden konkret, formen sich, bis zu dem Moment, in dem sie sie auf die Leinwand bringt. Die Verwendung von fluoreszierenden Farben unterstreicht dieses Element der Entwicklung oder Verwandlung - dadurch wirken die Arbeiten unter anderem Lichteinfluss märchenhaft unwirklich und wie entrückt. Ihre Bilder entstehen prozesshaft, sie benötigen einen inneren und äußeren Reifeprozess, bevor sie als fertig gelten können. Aber sind sie das tatsächlich? Auch hier befindet sich die Künstlerin in einem ewigen Kreslauf und Voranschreiten. So stehen manche Werke monatelang im Keller, werden wieder ans Licht geholt, werden überdacht, übermalt oder weiter entwickelt. Und Tanja Selten entwickelt sich mit ihren Bildern. Oder umgekehrt?

Vernissage am Mittwoch, den 24. April 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

17. März bis 20. April 2019 im Kunstgebäude

"Ansichtssache" 

Was geht im Menschen vor? Dies ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich die Künstlerin Anita Fried beschäftigt. In Spuren menschlicher Gestalten, vereinzelt oder in Gruppen, in Gesichtern und immer wieder in Augen, fragenden Augen, lässt sie die Betrachter ihrer Werke an ihrer Suche nach Antworten teilhaben. Die Figurationen werden in den farbstarken Bildern meist nur zeichenhaft, schemenhaft formuliert. Sie treten wie auf einer Bühne von irgendwo her ans Tageslicht, eingebunden in verschiedenen farbige Untergrunde, rot, grün, gelb, blau, schwarz, weiß. Die Struktur der Leinwand wird bewusst in das beim flächigen Farbauftrag mit einer Spachtel in Form gebrachte konturenreiche, von grafischen Kürzeln durchsetzte Spiel einbezogen. 
Mit diesem holzschnittartig, stelenhaft geometrisierenden Formenvokabular erzählt die Künstlerin in ausgeprägt eigener Handschrift von ihrem persönlichen Suchen und Empfinden. Es ist ihr Bild vom Menschen, allein und in der Begegnung. die zum Teil skurril-groteske malerische Szenerie ist dabei mehr Assoziation als exakte Benennung, der ganze Gestus nur Ansatz zum Sehen. Bei genauer Betrachtung bekommen Formen und Farben jedoch Leben und treten zueinander in einen spannenden Dialog.

Karin Lämmle befasst sich mit Oberflächen und deren Möglichkieten der Strukturen, um nach der Ergründung dieser Verhältnisse später in die Tiefe gehen zu können. Besonders interesssieren sie Beziehungsgebilde zwischen Oberfläche und Material, Farbe und Form als dynamisierende, harmonisierende und kontrastierende Kräfte. Die Struktur wird von Elementen geschaffen, die ihre Lage zueinander verändern. Daraus entsteht das immanente Leben des Bildes: Etwas geschieht darin. Die Farbe ist für Karin Lämmle ein Mittel, um Strukturen sichtbar zu machen, ein Vehikel des anderen Sehens. Dabei versucht sie, Dogmen in der Kunst und dem jeweils herrschenden Geist der Zeit zu vermeiden und andere Wege zu gehen. Die verwendeten Materialien sowie Alltagsgegenstände werden hinterfragt und mit der Enthebung aus ihrer ursprünglichen Bestimmung durch Überarbeitung und Rekombination in einen neuen Kontext gesetzt. Bewusstes Hinschauen und Öffnung für das Wesentliche und wiederum für scheinbar kleine unscheinbare Dinge sind die Hauptimpulse, die sie in ihrem künstlerischen Schaffen antreiben. Sie sagt, das Ergebnis sei oftmals irritierend und ungreifbar, jedoch wecken Ahnungen und Vermutungen eine Neugier, die sie weiter forschen lässt, weiteres Ausloten des künstlerischen Potentials ins Auge fassen lassen. Ein immanenter Kreislauf.

Vernissage am Mittwoch, den 13. März 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

10. Februar bis 16. März 2019 im Kunstgebäude

"Licht und Schatten" 

Karin Allmendinger hat sich in Ihrer Kunst schon sehr lange mit Schein und Sein beschäftigt, also mit der Wirklichkeit, wie wir sie wahrnehmen, um sie dann auf die Leinwand zu bringen (frei nach einem Zitat von Gerhard Richter). Dafür benutzt sie eigene Bilder und Fotos oder auch fremde, die sie gefunden hat. Danach bearbeitet sie diese am Computer, bis sie für sie stimmig sind, bis sie selbst das Gefühl hat, dass sie "richtig" sind. Diese Fassungen dienen dann als Malvorlage. Jedoch kopiert sie sie nicht einfach, sondern verändert sie während des Malprozesses immer wieder. Karin Allmendinger bearbeitet ihre realistischen Bilder über einen längeren Zeitraum oder greift das Thema zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf, wodurch die Veränderungen in ihrer Gefühlswelt, ihr Schauen auf Wirklichkeit und ihre Interpretation über die lange Zeit hinweg in ihren Werken ebenfalls zum Tragen kommen. Karin Allmendinger hat sich seit Beginn ihrer Ausstellungstätigkeit 1987 stetig bei namhaften Künstlern an verschiedenen Kunstakademien fortgebildet und entwickelte daher eine große Kompetenz im Umgang mit den Themen, die sie bewegen.

Monika Roth hat eine ganz eigene Weise der Malerei für sich entdeckt - sie benutzt die Farbe als mehr oder weniger flüssiges Medium. Ihre Bilder bedienen sich der Kunst des Zufalls. Mit verschiedenen Hilfsmitteln wie Strohhalmen, Bechern, mit dem Föhn oder dem eigenen Atem, mit Paketschnur oder dem Hammer oder einfach nur durch das Hin- und herkippen des Malgrundes bringt sie die Farben in Bewegung und somit in Richtungen, die sie vorher nicht ganz selbst bestimmen kann. Ihren Bildern liegt ein besonderer Zauber inne - zufällig oder nicht - ergeben sich doch Gebilde und Formen, die mannigfaltige Interpretationen zulassen und in Farbe schwelgen. Zudem beschäftigt sie sich mit Kunsttherapie und hat diese Passion, mit den unterschiedlichsten Menschen zu arbeiten, ihnen bei der Bewältigung von Problemen zu helfen oder einfach nur Ordnung ins Gefühlschaos zu bringen, zu einem Beruf gemacht. Seit 2018 ist sie zertifizierte Kunst- und Kreativitätstherapeutin (IEK Deutsches Institut für Entspannungstechniken und Kommunikation Bildungsgesellschaft mbH) und gibt Kurse mit ihrer Art der Malerei.

Vernissage am Mittwoch, den 13. Februar 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

6. Januar bis 9. Februar 2019 im Kunstgebäude

"Mein Weg der Elefanten" 

Schon in ihrer frühen Kindheit zeichnete und malte die gebürtige Schorndorferin Verena Unterberger. Im Alter von 14 Jahren entdeckte sie die Liebe zur Pastelltechnik und ist dieser bis heute treu geblieben. Ihre Werke zeichnen sich durch die Symbiose vielschichtiger Aspekte aus. Meist sind die Motive in ihrer zentralen Achse so überaus detailliert, dass sie gar fotorealistisch wirken. Dies verleiht den Bildern eine außerordentliche Lebendigkeit, die es dem Betrachter erlaubt, mit dem Werk eine tiefe Verbindung aufzubauen. Daneben fließen die Formen in ihren Bildern vom Betrachtungspunkt nach außen in einer spielerischen, sanften und abstrakten Art aus. In einigen Werken bricht sie gezielt das Bild, indem sie scharfe Kanten schafft und ihren Arbeiten damit einen modernen Touch verleiht. Diese Stilmittel unterstützen die Künstlerin dabei, ihren Bildern eine Leichtigkeit und eine gewisse Tiefe zu verleihen. Tiere spielten schon immer eine große Rolle im Leben von Verena Unterberger, was bis heute auf ihren Bildern zu erkennen ist. Anfangs waren es Haustiere, die sie porträtierte. Seit 2010 widmete sie sich den wilderen Tieren. Nach und nach verdichtete sich ihr Fokus immer mehr auf die Tiere Afrikas. Danach richtete sie ihr Augenmerk auf Elefanten. Die Dickhäuter mit ihrem stattlichen, sanftmütigen und gelassenen Erscheinungsbild und ihrem doch so familiären und sozialen Umgang mit ihren Artgenossen begeistern die junge Künstlerin. Sie durchleuchtete diese Tiere von allen Seiten. Dabei drang sie bis weit unter die Oberfläche vor und studierte penibel Muskelbeschaffenheit und Knochenbau. In den letzten Jahren beschäftigte sie sich ausschließlich mit Elefanten. Dabei arbeitete sie anfangs mit Naturtönen und später intensiv in monochromer Darstellung, bis sie sich im letzten Jahr an mutigere und kräftigere Farben heranwagte. Dazu kombiniert sie ausgefallene Maluntergründe, wie beispielsweise handgeschöpftes Papier oder Jute mit Zellstoff.

Vernissage am Mittwoch, den 9. Januar 2019, 20 Uhr im Café Künstlerbund
(1. OG im Kunstgebäude) Schloßplatz 2


 

2018

 

 

9. Dezember 2018 bis 5. Januar 2019 im Kunstgebäude

"pop art - double impact"

Roland König hat sic